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Die schmutzige Seite der Zivilgesellschaft?
Jugend zwischen Polarisierung und politischer Unberührtheit

1. Pegida, was? Entstehungsgeschichte und Organisatoren von Pegida Plötzlich waren sie da, die »Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes«. Aus dem Nichts entstanden, brachten sie Tausende auf die Straße, um gegen »Wirtschaftsflüchtlinge«, Salafisten, »Glaubenskriege« und die »Lügenpresse« zu demonstrieren. Dieses Bild zeichnen nicht nur einige überraschte politische Beobachter1, sondern so stellt auch gerne das sogenann- te »Orgateam« von Pegida in den wenigen Interviews, zu denen sie sich bereit erklärten, ihren Gründungsmythos dar.2

Neun unorthodoxe Thesen zu PEGIDA Werner J. Patzelt Zusammenfassung Nach einem knappen Blick auf die empirischen Grundlagen der nachstehenden Thesen, werden in neun Punkten sowohl die zentralen Merkmale PEGIDAs als auch die Fehler vieler Reaktionen auf PEGIDA umrissen. Wichtig ist zu begreifen, dass PEGIDA und die AfD nur zwei verschiedene Erscheinungsweisen desselben Sach- verhalts sind, nämlich die deutsche Form des quer über Europa aufwachsenden Rechtspopulismus. Deshalb mussten Bekämpfungsstrategien scheitern, die PE- GIDA als rein lokales Phänomen

PEGIDA im Fokus der Medien Olaf Jandura und Grit Jandura Zusammenfassung Massenmedien haben in demokratischen Systemen eine besondere öffentliche Aufgabe. Sie informieren über und kommentieren das aktuelle politische Ge- schehen. Trotz mangelnder Bereitschaft der Organisatoren und Teilnehmer, mit Medienvertretern zu kommunizieren, wurde in den Massenmedien über PEGIDA berichtet. Folgender Beitrag analysier t das Medienecho über PEGIDA in fünf rele- vanten deutschen Zeitungen. Abstract In democratic societies mass media fulfill a special role. They inform

Analysen im Überblick

Inwiefern und warum ist PEGIDA erfolgreich? Dieter Rucht Zusammenfassung PEGIDA ist Teil einer breiteren rechtspopulistischen Bewegung, die sich aus relativ konstanten Tiefenströmungen speist. Ihre Stärke und außergewöhnliche öffentli- che Beachtung verdankt PEGIDA nicht primär internen Faktoren, sondern vielmehr einer insgesamt günstigen externen Bedingungskonstellation. Deren förderliche Wirkung lässt jedoch nach. PEGIDA verlier t an Anziehungskraft. Die Dynamik des Auf- und Abschwungs von PEGIDA lässt sich mit Konzepten der Protest- und Be

PEGIDA – Provinzposse oder Vorbote eines neudeutschen Rechtspopulismus?1 Hans Vorländer Als am 20. Oktober 2014 eine Gruppe von Demonstranten durch die Dresdner Innenstadt zog, konnte nicht erwartet werden, dass daraus eine Bewegung erwachsen würde, die schnell ein hohes Maß an nationaler und internationaler Aufmerksamkeit auf sich zog. Vor allem das Momen- tum, mit der aus einer Truppe von rund 250 Leuten eine Ansammlung von fast 25.000 protestierenden Menschen wurde, erstaunte genauso, wie das Label der »Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des

PEGIDA – Provinzposse oder Vorbote eines neudeutschen Rechtspopulismus? Hans Vorländer Zusammenfassung PEGIDA ist eine rechtspopulistische Empörungsbewegung, die fremdenfeindliche und islamkritische Ressentiments mobilisier t und dabei grundsätzliche Vorbehal- te gegenüber den politischen und medialen Eliten zum Ausdruck bringt. Sie speist sich aus Ost-West-Verwerfungen und findet ihren besonderen Resonanzraum in einem ausgeprägten ethnokulturellen Zentrismus Dresdens und Sachsens. PEGI- DA hat zur Enthemmung und Verrohung des Diskurses und zur Formierung

PEGIDA, politische Gelegenheitsstrukturen und der neue Autoritarismus1 Oliver Nachtwey Zusammenfassung PEGIDA wird in diesem Beitrag nicht nur im Kontext ostdeutscher Bedingungen, sondern als Ergebnis gesamtdeutscher Entwicklungen betrachtet. PEGIDA ist in dieser Sichtweise ein Resultat einer von Abstiegsängsten und Postdemokratisie- rungsprozessen geprägten Gesellschaft, in der die politische Repräsentation in die Krise geraten ist und von normativen Unordnungen geprägt ist. In dieser Kons- tellation entstehen neue autoritäre Syndrome, die das Unbehagen mit